Technologien von morgen für den Kunden von heute - von Martin Wild, CDO MediaMarktSaturn Retail Group

MediaMarktSaturn macht mit Robotern, Virtual Reality, Smart Shelf und Instore-Navigation den Einkauf im stationären Handel zur digitalen Erlebnisreise.

Die Digitalisierung ändert alles – unsere Art, zu kommunizieren. Unsere Art, zu arbeiten. Und nicht zuletzt unsere Art, unsere Einkäufe zu erledigen. Denn früher ging man einfach in ein Geschäft und kaufte das gewünschte Produkt vor Ort. Heute shoppt ein Großteil der Konsumenten ganz selbstverständlich über viele verschiedene Kanäle. Dadurch verändert sich die Rolle des stationären Handels elementar: Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung zur Zukunft des E-Commerce aus dem Jahr 2015 muss der stationäre Handel inzwischen vor allem auch die emotionalen Bedürfnisse der Kunden bedienen. Denn wer dem bequemen Einkauf per Smartphone oder Mausklick den Gang in ein Geschäft vorzieht, hat natürlich auch besondere Erwartungen: Man will Produkte anfassen, ausprobieren und erleben. In diesem Sinne kommt auch die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers in ihrer Studie „Store 4.0“ zu dem Schluss, dass der stationäre Handel „ein Ort der Inspiration, des Entertainments und des Erlebnisses“ sein sollte.

Wird der stationäre Handel künftig also zur attraktionsgetriebenen Zirkusarena? Nicht ganz. Aber sehr wohl zu einem „Showroom“, der den Kunden neben persönlicher Beratung auch zunehmend neuartige Erlebniswelten bietet. Und hierbei werden innovative Technologien am Point of Sale (PoS) wichtiger denn je – als Service für den Kunden und als direkte Verbindung zwischen E-Commerce und stationärem Handel. So arbeitet MediaMarktSaturn unter anderem mit Robotik, Virtual Reality, Smart Shelf und Instore-Navigation gleich mit mehreren digitalen Konzepten, die den realen Verkaufsraum um zusätzliche Dimensionen erweitern – und den Konsumenten zu neuen Erfahrungen am PoS verhelfen.

Roboter PAUL hilft beim Shopping
Wie diese Erfahrungen aussehen können, zeigt zum Beispiel der Roboter PAUL. Ab Spätsommer 2016 ist der digitale Kundenberater bei Saturn in Ingolstadt testweise im Einsatz. Er wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut IPA in Erlangen entwickelt und soll neben der Begrüßung auch konkrete Hilfestellung beim Einkaufen leisten. Ansatzpunkt sind die Wünsche der Kunden – deren häufigste Fragen lauten „Haben Sie Produkt XY im Sortiment?“, „Wo steht es?“ und „Wie teuer ist es?“. Bei der Beantwortung all dieser Fragen hilft PAUL. Spricht man ihn an, bekommt man Informationen zu Produkten und wird persönlich zum Produkt geleitet. Sollten nach der Beratung noch Fragen offen sein, ruft PAUL einen realen Verkaufsberater.

Digitale Preisschilder kommunizieren mit dem Smartphone
Hilfestellung beim Einkaufen bietet nicht nur Paul, sondern auch die digitalen Preisschilder. Diese bieten weit mehr als Preis-Informationen. Über Near Field Communication (NFC) kann das Smartphone der Kunden direkt mit dem jeweiligen Preisschild in Verbindung treten. Die Kunden erhalten auf ihren Smartphones dann weitere Informationen wie einen Vergleich unterschiedlicher Produkte. Auf diese Weise helfen die digitalen Preisschilder Online- und Offline-Shopping ausgerichtet an den Bedürfnissen des Kunden noch enger zu verzahnen.   

Mittendrin statt nur dabei: die virtuelle Küche
Wie man innovative Technologien nicht nur zugänglich machen, sondern auch in den Kaufprozess integrieren kann, zeigt die Virtual Reality Küchenplanung. Hintergrund: Gerade beim Kauf größerer Elektrogeräte stellen sich viele Fragen, die sich mit virtueller

Unterstützung leichter beantworten lassen. Welche Farbe und welcher Stil passt am besten zur Einrichtung im eigenen Zuhause? Und wie verändert sich die Optik, wenn man die Elektrogeräte austauscht? In diesem Sinne erleben Saturn-Kunden in einem „Virtual Reality“-Showroom in Berlin und Ingolstadt jetzt Küchenplanung in einer neuen Dimension: Mit einer „Virtual Reality“-Brille können sie sich virtuell durch verschiedene Küchenszenarien bewegen und in einem separaten „Technikraum“ unterschiedliche Küchengeräte auswählen. Umstehende Kunden können das Geschehen währenddessen auf zwei großen Displays mitverfolgen. MediaMarktSaturn entwickelte die Präsentation gemeinsam mit dem Münchner Technologie-Unternehmen Innoactive und dem Küchenexperten Kiveda.

Sie haben Ihr Ziel erreicht – per Navi durch den Store
Was beim Autofahren und Städteurlaub bestens funktioniert, kann auch für den Handel nicht schlecht sein: die mobile Navigation per Smartphone. Denn bei Verkaufsflächen von mehreren tausend Quadratmetern wird die Orientierung schnell einmal zur Herausforderung. Im Saturn-Markt in Ingolstadt können Kunden sich mit einem digitalen „Store Guide“ durch den Markt lotsen lassen oder gezielt bestimmte Angebote finden. Die Bedienung ist einfach: Man lädt sich die „Store Guide“-App herunter, gibt über die Suchfunktion eine Abteilung oder ein bestimmtes Produkt ein und wird mit einem Marktplan navigiert, auf dem die eigene Position sowie der Standort des Artikels angezeigt werden.

Für den „Store Guide“ testet MediaMarktSaturn dabei zwei unterschiedliche technische Ansätze: das Erdmagnetfeld und die Beacon-Technologie, eine Weiterentwicklung der Bluetooth-Funktechnik. Beide Technologien können mit neueren Smartphones und Tablets interagieren und helfen dabei, den Standort einer Person zu ermitteln. Gleichzeitig wird unter anderem mit Hilfe digitaler Preisschilder die Position des gesuchten Produkts auf den Meter genau festgestellt. In einer weiteren Ausbaustufe soll die App auch in der Lage sein, mit „Augmented Reality“ zu arbeiten. Dabei wird der Kunde anhand von digitalen Informationen geleitet, die über das reale Bild des Marktes gelegt werden.

„Verweile doch, ich bin so smart“ – das intelligente Regal
Bildergalerien, Videos und Kundenbewertungen – digitale, produktbezogene Verbraucherhinweise sind bald nicht mehr allein eine Domäne des E-Commerce. Denn solch cleveren Mehrwert schafft auch eine weitere Innovation, die MediaMarktSaturn aktuell testet: Intelligente Regalsysteme, sogenannte Smart Shelves. Diese zeigen den Kunden automatisch passenden Content zu ausgewählten Produkten an. Nimmt ein Kunde z. B. in der Fotoabteilung eine Kamera zur Ansicht aus dem Regal, erkennt dies das Smart Shelf und spielt über einen Monitor Zusatzinformationen wie Filme, Ratgeber und Bilder ab.

Der frühe Vogel…
So unterschiedlich die verschiedenen neuen Technologien auch sind, eint sie doch ein gemeinsamer Ansatz: MediaMarktSaturn integriert neue digitale Technologien in sein stationäres Geschäft, um die Customer Journey am PoS mit Erlebnis-Mehrwert anzureichern. Denn wer den Handel der Zukunft entwickeln will, muss sich bereits heute mit den Technologien und Endgeräten von morgen auseinandersetzen. Und wer seine Kunden frühzeitig in Pilotprojekte einbezieht, kann die ersten Erfahrungen aus der Praxis direkt in die weitere Entwicklung einfließen lassen – und damit den eigenen stationären Handel bestmöglich in einer digitalisierten Zukunft positionieren.   

Martin Wild, Chief Digital Officer MediaMarktSaturn Retail Group

 

Kontakt

Christian Bölling

+49(0)841 634-3320
Saturn Virtual Reality Küchenplanung

Innovation in Retail

Die MediaMarktSaturn Retail Group macht mit Robotern, Virtual Reality, Smart Shelf und Instore-Navigation den Einkauf im stationären Handel zur digitalen Erlebnisreise.

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